Daily Dilbert

Das Daily Dilbert Add-on für den Firefox fügt einen kleinen Button in der Fußleiste des Firefox hinzu, über den man einen täglich neuen Dilbert-Comic abrufen kann. Wahlweise auf Englisch oder Deutsch. Sehr lustig! Wer noch nicht den Firefox benutzt: Ein Grund mehr, es jetzt zu tun.

Nochmal über IKEA

Nach wirklich intensivem Studium des aktuellen Kataloges, ein knappes Urteil: Zur Zeit sollte man besser keine Wohnungseinrichtung dort kaufen. Das aktuelle Zeug ist derartig auf 60er/70er gestylt, dass es einen schüttelt (z. B. S. 261 f., 310 f.). Außerdem ist jetzt sogar Furnier noch zu schade für den Kunden. Stattdessen häufig folienbeklebter Pressspan: “Buchennachbildung” – und das bei Schrankwandfronten! Sowas kann man dann gleich auf der Straße aufbauen und direkt wieder abholen lassen. Nicht vergessen, der Sperrmüll muss einige Tage vorher beantragt werden. Sonst hat man das noch da herumstehen.

Was waren das goldene Zeiten, als ich noch ein Kind war! Da gab es allemal schönere Sachen. Die Neunziger waren quasi der Hochpunkt der deutschen Einrichtungskultur. Ab jetzt gehts wohl nur noch abwärts. Oswald Spengler hatte Recht, das muss er sein, der Untergang des Abendlandes…

Kurze Unterbrechung – Umzug

Im Moment habe ich ziemlich viel zu tun mit meinem Umzug; sollte irgendjemand bereits in diesem Blog lesen, so sei er versichert, dass ich nicht aus der Welt bin!

Subjektiver Eindruck

Eine Seite im IKEA-Katalog “PAX Schranksystem”. An der Wand, fast bildfüllend, ein komplett schwarzer Schrank, ein Monstrum von 2,36×2,50m. In der Bildunterschrift wird etwas von einer warmen, heimeligen Atmosphäre fabuliert, die des Schrankes herrliche Scharniertüren verbreiten würden. Der Autor muss, so scheint mir, ein Goth gewesen sein.

Wer hat’s gemerkt?

Wo ich gerade wieder “auffe Awweit” bin und in meinem kleinen, mickrigen Monitor mein Blog ansehe, fällt mir auf, dass meine ganzen schönen Bilder rechts abgeschnitten werden. Da, wo die Seitenleiste anfängt. Wie ist das, hat man da draußen überhaupt noch Monitore mit 15 Zoll oder kann ich hier großzügig mit dem Platz umgehen? Meine Empfehlung: 22″ Breitbild, da macht das Tabbed Browsing wieder Spaß.

Freizeitgestaltung

Es gab einmal Zeiten, in denen ich wirklich unwahrscheinlich viele Bücher las. Wenn man den Schnitt von 3. bis 10. Klasse zieht, las ich vielleicht alle drei Tage ein neues Buch. Ich hatte damals ja fast den ganzen Tag Zeit – morgens Schule, nachmittags ein bisschen Hausaufgaben und dann ab aufs Bett und gelesen.

Unpassenderweise war Fernsehen immer ein konkurrierendes Hobby. In der elften Klasse war dann sehr abrupt Schluss mit der Leserei, als ich mir zum Geburtstag einen Fernsehen kaufen durfte. Zwischenzeitlich war es so krass, dass ich in Filmen die Passagen ohne Dialoge vorspulte, da ich die Handlung ja auch bei 4-facher Geschwindigkeit mitbekommen konnte. Schließlich hatte ich ja noch so viele Videos, die ich sehen musste. Muss wohl ein Hochpunkt der Pubertät gewesen sein.

Vom unersättlichen Konsumenten zum maßvollen Genusszuschauer bin ich erst geworden, als ich ein Forum im Internet entdeckte, in dem ich mit anderen Menschen über alle möglichen Themen diskutieren konnte. Als ich damals von einem gelegentlichen, passiven Konsumenten des Internet zu einem regelmäßigen Teilnehmer wurde, fiel mir auch auf, und hier schlage ich den Bogen zurück zum Lesen, wie arm meine Sprache in diesem einen buchfreien Jahr geworden war. Nicht nur meine Schriftsprache verlor an Substanz, sondern auch meine verbale Ausdrucksfähigkeit nahm ab. Ich befand mich in einer dummen Lage: Fragmente sprachlicher Konstrukte vermengten sich beim Sprechen. Sowas hört sich dann an, als ob man schneller spricht als denkt – so ist es ja auch: Wenn man etwas ausdrücken will, aber auf die intuitiven Wendungen unvermittelt nicht mehr zugreifen kann, muss man ständig geistig umformulieren. Das kostet Zeit, die man nicht hat. Es ist zudem mühsam, sich ein neues Sprachiveau zu suchen.

Zwar stapeln sich bei mir nun immer noch die Bücher, aber leider komme und komme ich nicht durch. Ganz abgesehen davon, dass mein Ausdrucksvermögen stagniert, liegen noch ganze Autorenfelder unerschlossen vor mir. Bezüglich großer Ökonomen beispielsweise bin ich ein vollkommener Ignorant, abgesehen von ein bisschen Halbwissen. Dabei gehe ich doch in ein paar Tagen unter die Wirtschaftsingenieure!

Doch, jetzt fällt es mir ein, eine Lösung gibt es: Wenn ich nicht mehr so viel surfen und bloggen würde… halt, nein, was für ein absurder und lächerlicher Gedanke!

Sonnenblumenstrauchblütenphotographie

Sonnenblume im Garten, Neu-Isenburg

The Other Ranch

The Other Ranch - Installation zur IAA 2007

Economist: Werbung in Deutschland

Am Montag sah ich es zum ersten Mal, aber erst gestern dachte ich daran, meine Kamera mitzunehmen. An drei Stellen auf meinem Weg zur Arbeit, im Hauptbahnhof sowie den Bahnhöfen Messe und Oberursel, hingen solche Poster der liberalen englischen Wochenzeitschrift “The Economist”:

City-Light-Poster des “Economist” / Economist backlit billboard ad

Ich finde es großartig, dass der Economist es für zeitgemäß erachtet, in Deutschland zu werben – natürlich komplett auf Englisch! In dieser liberalen, wöchentlich erscheinenden Zeitschrift geht es vorrangig um Weltpolitik und -wirtschaft. Der Economist ist quasi die globale Wochenzeitung schlechthin. Ich hatte in Schweden Zeit und Gelegenheit, sie ab und an zu lesen, denn sie wird von meinen beiden Lieblingsbibliotheken auf dem KTH-Campus in Stockholm abonniert. Ich kann sie nur empfehlen, sowohl inhaltlich, als auch um sich der Sprache weiter zu nähern. Natürlich ist das kein Easy English, in dem sie geschrieben ist, aber dafür gibt es ja Wörterbücher. Passend dazu drückte man mir am Montag, auch am Hauptbahnhof, noch eine kostenlose Ausgabe des Wall Street Journal Europe in die Hand. Das hat mich dann gleich nochmal gefreut: Man traut uns Deutschen zu, Englisch zu verstehen und lesen zu wollen. In Schweden gab es auch englischsprachige Werbung, zum Beispiel für Coke Zero mit englischen Wortspielen.

“Lange Nacht”?

Jetzt mal ganz ernsthaft, liebe “Lange Nacht der Musen”, Darmstadt: Seine Museen und Ausstellungshäuser einmal im Jahr nachts zu öffnen, ist eine tolle Idee. Man kann als “Kulturstadt” auf sich aufmerksam machen und neue Besucherkreise erschließen; Studenten zum Beispiel, die stehen ja bekanntlich erst zu Tageszeiten auf, zu denen die meisten Museen schon wieder schließen. Aber: Wenn die Veranstaltungsliste durchsetzt ist mit Restaurants und Clubs, die ohnehin abends und nachts auf haben und ansonsten keine Ausstellung länger auf hat als bis ein Uhr, dann würde ich das eher “Langen Abend der Musen” nennen.