Extracurriculares Engagement

Heute hatten Erst- und höhere Semester die Chance, im Foyer des großen Wi-Ing-Gebäudes hier an der TU Kaiserslautern bei der “Mach Mit”-Messe Informationen über Hochschulgruppen zu sammeln. Ich hatte noch gestern in der Mensa den Flyer gefunden und mir gleich ein halbes Dutzend Gruppen zum Besuch vorgemerkt. Ursprünglich dachte ich, das Angebot sei im Vergleich zu Darmstadt ein wenig knapp; aber es gibt tatsächlich ganze 19 Hochschulgruppen. Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, wie viele es in Darmstadt sind. Da ich in Darmstadt an der TU nie Zeit für etwas anderes als die Chemie hatte (galt aber für uns alle), will ich jetzt wirklich gerne versuchen, mehr als nur meine Vorlesungen zu schaffen.

Die ersten vier Gruppen, mit deren Vertretern ich gesprochen hatte, fand ich tatsächlich schon so verlockend, dass ich irgendwann dachte, dass unmöglich noch Zeit für weiteres Engagement übrig bleiben könnte. Zuerst war ich bei der Liberalen Hochschulgruppe, bei der ich erfuhr, dass großer Bedarf an Nachwuchskräften besteht, und ließ mich zum Infoabend und zu einer Führung im Stadion auf dem Betzenberg einladen.

Als nächstes war ich bei der Gruppe AtM Consultants, studentische Berater. Von dem Konzept studentischer Unternehmensberatung hatte ich schon vor einiger Zeit erfahren, aber bisher gedacht, dass das nur eine Option für absolute Überflieger sei. Wenn ich meinen Namensvetter Manuel richtig verstanden habe, ist das aber nicht so, was mich natürlich gefreut hat. Bei meinem Praktikum im Sommer hatte ich mal wieder festgestellt, dass ich mich vielleicht doch für so einen Job eignen könnte. Insbesondere Strategieberatung würde mich einfach interessieren. Klar, dass man an der Uni sowas natürlich noch nicht macht, aber schau mer mal, was denn wirklich an Aufgaben anstehen wird.

Bei den ersten beiden Gruppen hatte ich schon eine Stunde verbracht, als ich zum Stand des VWI – Verband der Wirtschaftsingenieure – kam. Deren Programm sah vor allem Workshops für Soft Skills vor, sowie Unternehmensbesichtigungen. Auch das hat mich sehr interessiert. Danach war ich dann noch kurz am Stand der STEP, die sich um die Incomer und Outgoer an der Uni kümmern, und konnte kurz mein Schwedisch üben, da eine Schwedin mit am Stand war. Die TU tauscht allerdings nach Linköping und nicht nach Stockholm aus. Ich kenne Linköping nicht, aber nichts geht über Stockholm…

Zuletzt kam ich noch zufällig am bonding-Stand vorbei, deren jährliche Firmenkontaktmessen an bislang zwölf deutschen Standorten ziemlich bekannt sind. Der kleine Vortrag für mich war echt interessant, aber mir war schon klar, dass ich das nicht auch noch mitnehmen kann, wenn ich mich schon bei all den anderen Gruppen engagieren will. Man sollte wissen, wann es genug ist. Andererseits: Vielleicht habe ich ja irgendwann doch noch Zeit. Mal sehen, wie weit es in einem halben Jahr gekommen ist mit meinen Engagements. Hoffentlich ist meine Begeisterungsfähigkeit heute nicht mit mir durchgegangen!

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