Ein allzu flüchtiger Blick in den Rückspiegel
seitens einer A-Klasse-Fahrerin hat mir heute einen glimpflich verlaufenen Unfall beschert. Eben noch fuhr sie an mir vorbei, um dann zu beschließen, auf einen Parkplatz einzubiegen. Als Radfahrer auf dem Radweg ist man sensibilisiert, wenn ein Auto plötzlich langsamer wird, aber meistens warten sie ja brav, bis man vorbeigefahren ist. Was aber soll man machen, wenn ein Auto langsam wird, blinkt, aber nur leicht anschrägt? Vor Angst immer gleich eine Vollbremsung zu machen, das kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn so lernt der gemeine Autofahrer: Die bremsen ja eh immer. Ich bevorzuge die Taktik, so schnell zu sein, dass man mich länger wahrnimmt als andere Radfahrer, selbst beim Überholen. Leider ist mein Rad schon etwas älter und die Bremsen sind nicht sehr gut… ich hatte ein neues als Weihnachtswunsch angeplant, mal sehen ob was draus wird.
Es war nun dieses zwar nicht das erste Mal, dass man mir die Vorfahrt genommen hat; jedoch das erste Mal, dass ich erst durch einen mäßigen seitlichen Auf- bzw. Einprall zum Stehen kommen konnte. So, wie es gelaufen ist, bin ich selbst aber praktisch unbeschadet davongekommen. Für die Fahrerin ist die folgende Lektion herausgesprungen: Entweder besser fahren oder öfter mal einen Lackschaden am Auto bezahlen. Reichlich Zuschauer haben hoffentlich mitgelernt, das war sehr praktisch. Wie gesagt, ich war aber langsam genug, dass mir nichts passiert ist.