A Vision of Students Today

Ein schöner Film von Michael Wesch und Studenten der Kansas State University. Deren Leben ist dem der kontinentaleuropäischen Studenten anscheinend sehr ähnlich, vom Schuldenberg einmal abgesehen. In Deutschland wird ja intensiv daran gearbeitet, auch diese Ungleichheit noch zu beseitigen. Aber hoffentlich werden nicht noch unsere Mensen durch McDonalds ersetzt, wie es Standard ist da drüben…

Heilquelle versiegt, Stadtrat hält an Kurtaxe fest

Um meinen letzten Eintrag zu erklären: Ich hatte das Vergnügen, das Duschabwasser meines Obernachbarn näher in Augenschein nehmen zu dürfen. Er hatte mit seinem Schraubenzieher am Abfluss herumgespielt und dabei das Abflussrohr gelöst. Leider kam auch Wasser aus dem Versorgungskanal im Bad. Dieser beinhaltet praktischerweise nicht nur Wasserrohre, sondern dient auch als Abluftkanal für die Ventilation. Weil sich das Wasser auch einen Weg in den Ventilator gesucht hatte, durfte ich dann das Beste aus 23 Jahren aus dem verdreckten Filter holen, damit das Ding wieder ging. Wieder mal ein halber Tag sinnlos dahin! Aber es ist wenigstens nur an dem einen Abend (Sonntag) so feucht in meinem Zimmer gewesen.

Ein bisschen spannender war da schon die Fortsetzung des kleinen Jobs mit AtM am Dienstag, bei dem ich (ich glaube ich darf das verraten) ausländische Studierende befragt habe. Der Nachmittag war gut investiert, der Auftrag ist schon abgeschlossen, glaube ich. Jetzt würde ich gerne mal was bei einem Unternehmen machen, aber bisher kam nur eine Sache über den Verteiler: Drei Monate à fünf Tage/Woche bei Volkswagen Consulting in Wolfsburg. Das ist mir dann doch zu viel, als dass ich mich bewerben würde. Aber als Praktikum gerechnet, kann das sicher jemand machen.

Es heißt ja hier in Kaiserslautern, dass man seine Praktika am besten in der Vorlesungszeit machen soll. Das kann ich gut nachvollziehen. Die Vorlesungen sind meistens nicht wichtig, wenn man das Skript hat. Beispielsweise in “Einführung in die BWL” werde ich nicht mehr gehen, zu dröge. Jeglicher Versuch, sich zu konzentrieren, kann bei dem langsamen Tempo nur schiefgehen. Was aber noch schwerer wiegt: In unseren Sälen kann man kaum sitzen. Die Sitze sind so niedrig angebracht, dass kein Mensch seine Füße richtig abstellen kann. Ausstrecken geht auch nicht, sollte klar sein. In letzter Konsequenz führt das dazu, dass wir uns alle total schief und krumm hinsetzen, um zu vermeiden, dass wir mit unseren Beckenknochen direkt auf den harten Holzbänken aufsetzen. Genau das passiert nämlich, wenn man sich aufrecht hinsetzt. Das bestätigen mir auch alle, die ich frage. Selbst Freunde, die einen Kopf kleiner sind als ich. Ich wette, wenn man die Verteilung von Rückenschäden bei Akademikern nach Universitäten untersuchen würde, dann würde man sehen, dass unsere Absolventen signifikant häufiger Probleme haben als andere. Ich überlege, ob ich mir so ein Sitzding von der WM ersteigern soll. – Korrigiere: Und schon biete ich auf eines…

Es regnet

… und zwar aus meiner Zimmerdecke. Das Wasser ist hübsch warm und kristallklar. Vielleicht sollte ich ein Thermalbad aufmachen. Oder doch lieber den Hausmeisterservice anrufen? – Mist, geht nur das Fax ran. Und auf dem Handy meldet sich niemand. Dann also doch das Thermalbad.

My Rifle Is My Friend

Es ist ja nichts Neues, dass die Amis Waffennarren sind. Ich dachte allerdings, das (gesetzlich) vertretbare Maß beschränke sich auf Handfeuerwaffen für Jugendliche und eine kleine Shotgun für den allfälligen Hausgebrauch. Falls man mal dummerweise einen Einbrecher in Notwehr erschießen muss. Nur, was ist wenn man ein feindliches Kampfflugzeug von seinem Grundstück vertreiben will? Das muss sich der Gesetzgeber in den USA offensichtlich auch gedacht haben!

Handschrift

Heute habe ich zum ersten Mal seit langem etwas in einer Übung diktiert bekommen. Meine Schreibschrift ist schlimmer als je zuvor. Gut, ich kam gerade aus der Kälte – trotzdem werde ich ganz schnell wieder auf Druckschrift umsteigen, wie ich es in seit Beginn meines Auslandsjahres in Schweden ausschließlich praktiziert habe. Ich glaube eigentlich nicht, dass das schlechte Schriftbild allein an meinem miesen Charakter liegt; eher daran, dass ich seit dem Abitur nicht mehr so viel schreiben musste. Abgesehen von den Protokollen im Labor, da habe ich aber auch immer auf den Deckel bekommen. Mit dem Alter kommt man einfach aus der Übung! Zudem empfinde ich Schreibschrift in meinem Handgelenk auch zunehmend als Belastung. Mit Druckschrift ist das nicht so, und diese hat einen weiteren Vorteil: Ich kann sie auch querlesen, was bei der anderen immer unmöglich war.

Meine Briefe waren bis zuletzt alle noch in Schreibschrift. Aber zum Wohle der Empfänger werde ich das wohl auch umstellen. In ein paar Jahren werde ich dann alles verlernt haben, was man mir dereinst in Baden-Württemberg als Lateinische Ausgangsschrift beibrachte. Dann schreibe ich wie die Römer. Ob ich auch anfangen sollte, meine Briefe in Steintafeln zu hauen?

Schlafanzugtag

Diese Woche war ich so (gefühlt) fleißig, dass ich heute einfach mal einen Schlafanzugtag einlege (hier ist heute Feiertag). Nur zwischen Bett und Schreibtischstuhl mich bewegend, allenfalls noch Küche und Bad einige Besuche abstattend.

Und jetzt wieder ein bisschen was für diejenigen von euch, die lesen wollen, was ich hier in Kaiserslautern Weltbewegendes anstelle – ich grüße euch, alle beide! Am Montag war ich auf meinem ersten Treffen der AtM Consultants, der studentischen Unternehmensberatung an der TU KL. Es war nett, ungefähr zehn Leute waren da und es wurde hauptsächlich Organisatorisches besprochen. Ich meldete mich gleich freiwillig für meinen ersten kleinen Job, der dann am Dienstag stattfand. Leider habe ich keine Ahnung, was ich darüber schreiben darf! Außerdem habe ich mich schon für eine Konferenz des JC Network (Dachverband studentischer Unternehmensberatungen) in Frankfurt an der Oder anmelden lassen. Zwar kann ich 0,0 Erfahrung vorweisen, aber es wird sicher auch so interessant.

Am Dienstag war ich praktisch von morgens bis abends an der Uni, habe eine staubtrockene und eine interessante Vorlesung gehört, war zwischendurch mit AtM beschäftigt, ging abends mit einer netten Kommilitonin ins Badminton und anschließend noch zu meinem ersten Treffen mit der Liberalen Hochschulgruppe. Es war richtig nett, wir waren zu sechst und haben uns zwei Stunden lang über die Aktivitäten der LHG, Studiengebühren und die denkwürdige Konstellation Studierendenparlament-AStA-Fachschaften unterhalten, die ihrer demokratischen Aufgabe wohl nicht so ganz gerecht werden. Stattdessen scheint der AStA praktisch unangreifbar und von einem schwachen StuPa mangelhaft kontrolliert zu werden.

Am Mittwoch bin ich dann mit einigen Kommilitonen aus der Vorlesung “Einführung in die BWL” gegangen, weil es so langweilig war, dass man sich gar nicht erst konzentrieren konnte. Nach dem Mittagessen bin ich dann zu einer Stadionführung beim 1. FCK gefahren, die wiederum von der LHG organisiert worden war. Dort konnte ich zum ersten Mal auf einem original Ricaro-Ersatzbanksitz sitzen. Man sitzt darauf wirklich um einiges besser als auf einer Holzbank! Übrigens war ich ja schon am Sonntag im Stadion:

Beim Spiel gegen Erzgebirge Aue

Das mit den hellen Haaren bin ich, neben mir Christine aus meinem Studiengang.