Am Donnerstag feierte meine neue Freundin Anke ihren Geburtstag, in der Kellerküche ihres Wohnheims. Da noch Bedarf bestand, konnte ich ein neues Rezept für Chili con Carne anbringen, welches ich aus einem Videoausschnitt von Galileo abgeschrieben hatte (der Sendung mit der Maus für Große). Hat hier schonmal jemand dunkle Schokolade ins Chili getan? Nein? Das solltet ihr aber. Endlich ist mir klar, wie man ein gutes Chili kocht! Mir kommt keine Tüte mehr ins Haus! Was man braucht und wie es geht (6-7 Personen):
1 kg Hackfleisch vom Rind (frisch!! Kein TK!!)
1 große Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 (normal) oder 2 (scharf) Chilischoten (10-15 cm lang, grün und rot)
Salz (reichlich), Pfeffer, Kreuzkümmel (bei uns leider nicht erhältlich, ich nahm stattdessen: Paprikapulver)
200g Tomatenmark
4 Dosen ganze Tomaten
300 ml Fleischbrühe
1,5-2 Dosen Kidneybohnen
Tiefkühlmais, alternativ eine große Dose Mais
Frische Paprika nach Belieben
100g 70%ige Schokolade
Großen Topf nehmen, Öl erst in den heißen Topf geben. Hackfleisch in kleinen Stücken anbraten, wenig umrühren. Sollte das Fleisch wässern, abgießen – wir bereiten keine Fleischsuppe zu! Zwiebeln und Knoblauch kleingehackt dem bereits recht garen Fleisch beigeben. Gewürze erst nach dem Anbraten beigeben. Chilis an den Stielen fassen, der Länge nach halbieren. Zuerst Kerne und weißes Fleisch mit dem Messer entfernen, dann in kleine Streifen schneiden und zugeben. Nichts mit den Fingern anfassen, auf keinen Fall mit den Fingernägeln Kerne auskratzen! Alternativ Handschuhe tragen!
Tomatenmark andünsten, sofern Topfboden noch erkennbar. Falls nicht, Dosentomaten auch gleich dazugeben. Mit dem scharfen Deckelrand kann man diese auch gleich noch kleinschneiden. Mit Fleischbrühe nach Bedarf aufgießen, zehn Minuten köcheln. Dann das Gemüse ohne Dosenbrühe dazugeben, Mengenverhältnis zum Fleisch je nach Geschmack. Zum Schluss die Schokolade hinzugeben. Zehn Minuten köcheln.
Das Chili schmeckt nach meinem Empfinden erst am nächsten Tag wirklich gut. Ich würde es beim nächsten Mal tatsächlich eine Nacht stehen lassen, dann mit Weißbrot servieren. Dazu kann man ein Schälchen Creme Fraiche zum Nachnehmen reichen.
Der Tipp mit den Fingern möchte ernst genommen werden. Schnell hat man sich das Capsacein in die Augen gerieben, und wenn es erstmal unter den Fingernägeln ist, wird es mit dem Handwerken oder Schreiben die nächsten Tage ziemlich schwierig. Wer es nicht glaubt, sollte es dennoch nicht ausprobieren, das habe ich ja schon gemacht.