Mein Gesicht überall!
Seit Freitag hängen unsere Plakate an der Eingängen aller wichtigen Gebäude. Henning und ich haben den letzten Tag der Weihnachtspause ausgenutzt, es war noch sehr wenig los an der Uni – und noch viel wichtiger: Es hing kein einziges Plakat der Konkurrenz. So hat die LHG in diesem Jahr also den sogenannten First Mover Advantage, wie es im Marketing heißt. Das bedeutet, dass man als erster am Markt automatisch eine bessere Position hat als die Konkurrenz – in unserem Fall beispielsweise dadurch, dass wir die drängenden Themen als erste aufgegriffen haben, oder auch dadurch, dass wir einfach die besten Stellen schon beklebt haben.
Allerdings kann uns das frühe Handeln auch zum Nachteil gereichen: Einmal kann es sein, dass andere Gruppen unsere Plakate entfernen und ihre eigenen aufhängen. In dem Fall müssten wir aus unserem Vorrat nachplakatieren; das macht erneut Arbeit, wo wir am Freitag schon fünf Stunden investiert haben. Und zum anderen wäre es ebenso gut denkbar, dass sich die Wählerschaft an unseren Plakaten sattsieht, weil sie so lange hängen (immerhin drei Wochen). Im Marketing gibt es nämlich auch das Gegenteil des First Mover Advantage – wer kurz vor der Wahl massiv plakatiert, könnte rein theoretisch die Wähler wieder auf seine Seite ziehen. Ungefähr wie bei eBay, wenn man sechs Sekunden vor dem Ende der Auktion nochmal schnell 1000€ eingibt, um die CD doch noch zu bekommen.
Ich vor unserem Schaukasten.
Henning an unserem A0-Plakat zum Druckzentrum, ein echtes Highlight! Von außen hinterleuchtet, strahlt es die E-Techniker an ihrem Gebäudeausgang an.