Parkinsonsches Gesetz

Keineswegs meine neueste Erkenntnis ist, dass ich solange ein Motivationsproblem habe, bis ich ein Zeitproblem habe. Die Parkinsonschen Gesetze wurden allerdings schon Jahre vor meiner Geburt entdeckt. Ein Auszug:

Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht in dem Maß, wie komplex sie tatsächlich ist. (Work expands (so as) to fill the time available for its completion.) Als Beispiel wird oft eine Rentnerin angeführt, die einen halben Tag dafür braucht, ihrem Enkel einen Geburtstagsgruß zu schreiben. Zunächst geht sie eigens in ein Glückwunschkartengeschäft, verbringt dort eine halbe Stunde mit der Auswahl, überlegt sich dann zuhause stundenlang nette Formulierungen, geht schließlich zum Postamt, wo sie erst nach ausführlicher Beratung zu den derzeitigen Sondermarken schließlich die Karte aufgibt. Der Kontrast ist der vielbeschäftigte Manager, der die gleiche Aufgabe in drei Minuten an seinem Schreibtisch erledigt.

Bislang 4 Kommentare

  1. Martin Albert 18. März 2008 12:03

    ich habe festgestellt: Wenn man NIX zu tun hat, merkt man erstmal wie anstrengend “NIX” sein kein. Dauernd wird man unterbrochen, da muss man was essen, auf Toilette, dann wird man angerufen usw. usw… *g

  2. Manuel 18. März 2008 12:12

    Das wird dann aber nicht durch die Parkinsonschen Gesetze, sondern durch die Quantenfeldtheorie erklärt. Die Schaffung von Arbeit aus dem Nichts entspricht Vakuumfluktuationen.

  3. Julian 18. März 2008 17:46

    Die Schulzeit bildet da aber eine Ausnahme – der Arbeitsaufwand bewegt sich, vollkommen unabhängig vom Faktor Zeit, meist so um +/-0.

  4. Manuel 18. März 2008 18:06

    Da sind wir aber nicht repräsentativ, die wir das tatsächlich so erlebt haben… und was ist negativer Arbeitsaufwand?

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