Wie war das noch mit der Mogelcom?

Anwalt Liebling hatte uns ja damals noch was von der Mogelcom erzählt, die sich unerhörterweise an den Fleischtöpfen der Deutschen Bundespost, ach nein: Deutschen Telekom gütlich zu tun begann. Jetzt, wo ersteres Unternehmen mit Freenet fusioniert hat, möchte die Telekom den Namen gleich selbst zu übernehmen – jedenfalls fühlt es sich für mich als Kunden so an, als sei die Zeit mehr als reif dafür.

Das Dickschiff Telekom hatte damals nach dem Ende des Monopols wie heute zwei Möglichkeiten der strategischen Ausrichtung: Kunden halten durch Service, oder Kunden halten durch unfaire Vertragsgestaltung, Ausnutzung der Übermachtstellung (beides business as usual für die Bundespost) und der Unwissenheit der (tendenziell alten) Stammkundschaft. Nun, es sollte ein jeder Kunde der Bundespost, ach nein, immer bringe ich es durcheinander: der Telekom inzwischen begriffen haben, wie die Wahl seit jeher ausgesehen hat.

Dumm und einfältig wie ich bin, habe mir doch tatsächlich zu meinem Einzug in meine Ex-Wohnung in spe schon wieder einen Vertrag mit dem Laden aufdrücken lassen (genauer gesagt: aus Gründen der Einfachheit [Dämlichkeit] vom Vormieter übernommen), aus dem ich jetzt nicht mehr rauskomme, obwohl ich in eine WG ziehe, in dem schon ein Anschluss besteht. Stattdessen kann ich bis Oktober 2009 (!!!) weiterblechen. Festnetzverträge mit Anfangslaufzeiten unter 2 Jahren werden gar überhaupt nicht mehr angeboten, so ein Mitarbeiter im T-Punkt.

Ein taumelnder Riese greift noch einmal zu, um in den Abgrund der Tatsachen noch möglichst viele dämliche Kunden wie mich mitzunehmen, bevor die Konkurrenz den Markt endlich übernehmen kann – allein 2007 gingen der Telekom 2,4 Millionen Festnetzkunden verloren. Andere Quellen vermelden 2,1 Millionen, wobei aus den verbliebenen Trotteln sogar noch mehr herausgepresst wird als vorher. Eine Ära geht zu Ende, und wenn es nach mir geht, hoffentlich recht bald. Glück für die Mogelcom, äh Bundespost, dass die Konkurrenz das Konzept “Service” auch noch nie so recht verstehen konnte; da nehmen die sich nichts. Stattdessen: Warum mit After-Sales-Management locken, wenn man Vanessa Hessler nehmen kann. Und so lange der Telefonkunde bei der Tarif- und Providerwahl immer noch den Kopf ausschaltet, wird sich auch am steinzeitkonformen Urtrieb-Marketing nichts ändern. Ugga agga, Titten!

Kindergarten

Noch acht Stunden bis zur Klausur “Einführung in die BWL”. Gegenüber den acht Klausuren, die ich für das nächste Semester in der Planung habe, waren die bisherigen vier und werden die kommenden zwei der reinste Kindergarten. Dafür werde ich dann das Gros erst später als zwei Wochen nach Vorlesungsende schreiben, nicht so wie jetzt. Immerhin…

12 Reasons Why a Geek Will Steal Your Girlfriend in 2008

Im semioffiziellen Forum der Lautrer Wirtschaftsingenieure “Beginner AG” fand ich in einer wie üblich unterirdischen Diskussion namens “Nerd Problem an der Uni” einen Link zu 12 Reasons Why a Geek Will Steal Your Girlfriend in 2008. Endlich hat es mal jemand auf den Punkt gebracht, Geeks sind die besseren Liebhaber. Auf eure Plätze, Typen von der Stange!