IQ-Preis, nicht ohne Grund

Mensa in Deutschland e. V., oder für die Insider einfach kurz Mensa (leider denken die meisten anderen dann zuerst *öh, essen?*) hat Dieter Nuhr den IQ-Preis 2008 verliehen. Mir ging heute der Link zum Video von der Verleihung zu; die war zwar auch ganz lustig, aber das größere Lachpotential hat die Sendung “Nuhr wer’s glaubt wird selig”, deren erster Teil von Youtube hier bei mir verlinkt ist. Wer den gesehen hat, der will mehr – i så fallet einfach ins Bild klicken, los gehts.

Zum dreigliedrigen Schulsystem

Bislang habe ich mich in Erwägungen zur Sinnhaftigkeit des dreigliedrigen Schulsystems mehr oder weniger von meiner Intuition leiten lassen. Damit kam ich aber zu keiner wirklichen Erkenntnis, denn mein Problem ist, dass ich auf der einen Seite in Schweden (von fern) die funktionierende Einheitsschule kennengelernt habe und auf der anderen Seite selbst weiß, wie demotivierend es sein kann, wenn man sich ständig von anderen Schülern den Schulstoff erklären lassen muss.

Die vorläufige Lösung meines Problems müsste sich dabei aber eigentlich schon aus meiner liberalen Grundhaltung ergeben. Denn: Wo die linke Politik unterstellt: “Alle Menschen sind gleich” (was in dieser Kürze nicht zutreffend ist, denn jeder hat andere Talente und unterschiedliche Begabungen), da denkt der liberale Geist: “Alle Menschen sollen als gleich frei und freie Gleiche behandelt werden”, ohne aber Identität aller zu unterstellen.

Denkt man also zu Ende, steht die Einheitsschule – trotz der Erfolge in anderen Ländern – nicht als das Konzept da, das sich ein freiheitsliebender Mensch wünschen würde. Eine Aufteilung nach Begabungen steht damit für eine wirkliche Gerechtigkeit, die die Einheitsschule nur dem Schein nach herstellt. q.e.d., oder?

Die Uni hat wieder angefangen!

Eigentlich schon vor zehn Tagen, aber die erste Woche ging noch. Gestern war dann die erste StuPa-Sitzung des neuen Semesters, dieses Mal nur gut vier Stunden. Da das hier eh keinen interessiert, verweise ich auf das LHG-Blog! Außerdem war am Montag LHG-Sitzung, die Pizza war sehr gut (wir gehen immer in eine Pizzeria) und meine Freundin Anke ist jetzt auch LHG-Mitglied (aus freien Stücken!). Am 11.5. werden wir eine Wanderung/Führung auf das Hambacher Schloss organisieren und hoffen natürlich, dass das bei den Studenten ankommt.

Gestern habe ich dann noch beschlossen, mir mal meine diversen Auslandsvorlesungen anerkennen zu lassen. Anders als andere Leute habe ich jeden Fetzen Papier mit nach Deutschland geholt, den ich dort bekommen oder beschrieben habe – das gereicht mir nun zum Vorteil, da ich viel Material habe um die bearbeiteten Themen zu belegen. Jetzt bin ich nur noch auf die Gunst der Lehrstuhlmitarbeiter angewiesen, denen ich das alles aufarbeiten/darreichen muss.

Festnetzanschluss richtig einrichten!

Gestern war es mein Handy, heute kam mir zu Ohren, dass wir im Festnetz nicht erreichbar seien. Schon wieder die Bundespost! Dieses Mal hatten sie uns ungefragt eine T-Net Box eingerichtet. Google hat mir jedoch einen patenten Link ausgespuckt: Eine gute Abschalteanleitung findet sich im Funbug Blog in den Kommentaren. Außerdem musste ich noch an unserem Speedport in den Einstellungen herumspielen. Gut, dass ich keine Anleitung zu dem Gerät habe!

Xtra-Anschluss anruferfreundlich einstellen

Seit ca. acht Jahren bin ich Kunde bei T-Mobile. Dennoch habe ich erst jetzt herausgefunden, wie man seinen Xtra-Anschluss so einrichtet, dass der Anrufende bei Nichterreichbarkeit weder kostenpflichtige SMSen versenden muss (der Service war mir überhaupt neu), noch auf die Mobilbox weitergeleitet wird (konnte ich auf meinem alten Handy noch selbst abstellen).

  • Schritt 1: Anruf bei T-Mobile. Statt der Kurzwahl 2202 (für unsereinen kostenpflichtig) oder der Servicenummer 0180 5 229494 wählt man die Nummer, die unter teltarif.de als Ersatznummer angegeben ist (das hat mir damals zweistellige Eurobeträge gespart, als ich permanent wegen des Internets bei der Bundespost anrufen musste).
  • Schritt 2: Zum Kundenberater durchstellen lassen, SMS-Service bei Unerreichbarkeit abschalten lassen.
  • Schritt 3: Wählen der Kurzwahl ##002#, um die Mobilbox, diesen automatisierten Taschendiebstahl, abschalten zu lassen.
  • Schritt 4: Handy aus- und wieder einschalten.

DONE! Wieder ein bisschen beliebter bei den Mitmenschen.

Glaubst du noch oder liest du schon?

[Mehrfache Updates, siehe unten]

Die Klimaerwärmung – ein heißes Thema, bei dem das tägliche mediale Recycling eines vermeintlichen Konsens’ die wissenschaftliche Diskussion fast vollständig ersetzt hat. Dabei hat das Intergovernmental Panel on Climate Change (kurz IPCC), das tendenziöse Gremium, welches die Konferenzen von Rio de Janeiro und Kyoto organisiert hat, ganze Arbeit geleistet: Wissenschaftler, die darauf pochen, dass nach wie vor kein Beweis für einen menschengemachten Treibhauseffekt vorliegt und dass seriöse Prognosen für die Zukunft überhaupt nicht möglich sind, da das Klima selbst und die Vielzahl der auf es einwirkenden Faktoren noch lange nicht verstanden sind, wurden und werden zumeist totgeschwiegen, mit den Ölunternehmen in Verbindung gebracht oder durch geschicktes Fallenlassen anderer Andeutungen diskreditiert. Die Zahl der Nicht-Wissenschaftler, die sich aus dem Bauch heraus an dem Hype beteiligen, ist Legion und übersteigt die der tatsächlichen Wissenschaftler um Potenzen. Die gute wissenschaftliche Praxis ist in dieser Sache ausgehebelt.

Will man sich auf die Suche nach der Wahrheit machen, ist es wichtig, seinen Ausgangspunkt gut zu wählen. Ich hoffe, dass ich dafür zwei gute Quellen gefunden habe, und möchte diese unten vorstellen. Ein Wort vorweg: Solche Quellen sollten sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie diesen Beigeschmack der üblen Nachrede vermissen lassen, verursacht von perfiden Nebenbemerkungen wie zum Beispiel auf www.desmogblog.com über Dr. Sonja Boehmer-Christiansen, einem Klimaerwärmungs-PR-Blog über eine Skeptikerin der Klimeerwärmung (siehe auch unten). Für einen sauberen Diskurs ist es das Schlimmste, wenn Angriffe ad personam, nicht ad rem geführt werden.

Mein erster Ausgangspunkt ist ein E-Paper von Richard S. Lindzen vom 2. März 2008, also von vor gut einem Monat. Lindzen hat darin seinen Beitrag zu einer Konferenz in 2005 (“Is Global Warming Alarm Founded on Fact?”), die Erwiderung von Stefan Rahmstorf (“Anthropogenic Climate Change: Revisiting the Facts”) und seine Gegenerwiderung zusammengestellt. Auch wenn, natürlich, alle Papers in englischer Sprache sind, empfehle ich die Lektüre sehr.

Mein Appetizer für dieses Paper ist eine eindrucksvolle Kritik an einer scheinbaren Gewissheit: Aus allen Ecken erschallt es, die Klimaerwärmung sei verantwortlich für eine Zunahme von extremen Wetterereignissen. Dabei steht in jedem Lehrbuch zur Meteorologie, dass – basierend auf historischen Erkenntnissen – sich die Temperaturen in Richtung der Pole, d. h. in kalten Regionen der Erde, stärker erhöhen sollten als in den Tropen. Da außertropische Extremwetterereignisse beim Aufeinandertreffen von Luftschichten mit extrem unterschiedlichen Temperaturen ausgelöst werden, sollte sich die Zahl dieser Ereignisse mit sinkender Temperaturdifferenz verringern, und nicht erhöhen. Gleichwohl wird das Gegenteil vorhergesagt.

Meine zweite Empfehlung möchte ich für das 25. Kapitel des Buches “Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt” von Günter Ederer aussprechen, das ich vor kurzem gelesen habe (auch der Rest des Buches war klasse). Ederer schreibt, wie es zu diesem Hype kam (s. u.), wie wer heute davon profitiert (Tausende Wissenschaftler und ihre Forschungsinstitute, Politiker, “Journalisten”), und warum es so gut funktioniert (weil die Menschen immer etwas brauchen, an das sie glauben können). Ein kurzer Appetizer: Wer hätte gedacht, dass Margaret Thatcher eine tragende Rolle in dieser Angelegenheit gespielt hat? (Welcher Grüne hätte gedacht, wem er da in die Hände spielt?) Ederer bezieht sich auf eine Studie von Dr. Sonja Boehmer-Christiansen, die eine detaillierte Analyse der Hintergründe dieser Theorie erstellt hat. Thatcher war eine Anhängerin der Atomkraft und Gegnerin der Bergbaugewerkschaften (Kohle), und die Theorie passte perfekt in ihr politisches Programm. Über die Entsendung einer Majorität von Anhängern der Theorie in das IPCC seitens GB und der Verbündeten USA, CA, AUS und NZ bestimmte sie die zu erwartenden Erkenntnisse des Panels quasi vorher.

Dem Hype um die Klimaerwärmung ging übrigens ein entgegengesetzter Hype voran: In den Siebzigern waren es beispielsweise Stephen E. Schneider und Lester R. Brown (heute überzeugte Anhänger des Glaubens von der Klimaerwärmung), die vor einer drohenden Eiszeit warnten. Ich selbst erinnere mich noch, in ganz jungen Jahren die letzten Berichte von dieser Theorie vernommen zu haben, bevor die Stimmung wechselte.

Es scheint übrigens, dass nach und nach mehr Wissenschaftler die Seiten wechseln, wie z. B. in diesem Bericht eines Komitees des US-Senats in Beispielen angeführt wird.

Zum Schluss, mein Lieblingszitat: “Immer, wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, einzuhalten und sich zu besinnen.” (Mark Twain)

Nachtrag: Das dem letzten verlinkten Artikel übergeordnete Portal des “U.S. Senate Committee on Environmental and Public Works” ist anscheinend aufgeteilt in eine Seite der Befürworter (“Majority”) und einer der Gegner (“Minority”) der Theorie. Das ist eine fantastische Idee, die Inhalte so zu präsentieren und sich widersprechende Meinungen immer direkt nebeneinanderzustellen, auf dass der Bürger sich ein ganzheitliches Bild machen kann. Die USA sind uns offenbar weit voraus, denke ich daran, mit welcher Selbstverständlichkeit bei uns nur eine der beiden Seiten von der Politik vertreten wird.

Nachtrag 2: Aktuelle Themen innerhalb der Debatte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, dessen hat sich http://www.realclimate.org verschrieben. Motto: Climate Science from climate scientists. Das ist doch mal besser als “climate science from the media” oder “climate science from politicians”, nicht?

Nachtrag 3: Ein deutscher Artikel vom Blog Oekologismus.de, der sog. “Nairobi Report” (auch als Buch erschienen), zieht in verständlicher Sprache ein Resümee über den Hype. Von allen verlinkten Dokumenten ist dieser vielleicht am kürzesten und am einfachsten zugänglich. Auch das übergeordnete Blog mit seinem unaufgeregten Stil ist einen Besuch wert. Meine Recherche geht weiter.