Was mache ich als nächstes?
Vor ein paar Tagen habe ich meinen ersten Semesterbericht für die sdw geschrieben. Dazu gehört auch ein Rückblick auf das, was man so “erreicht” hat. Ich denke, in meinem ersten Jahr hier habe ich vor allem “teilgenommen”, mich also an größeren Gruppen (LHG, StuPa, sdw) beteiligt. Heute habe ich mich dann gefragt, wie ich das wohl noch steigern könnte.
Der logische Schritt wäre doch eigentlich: Im zweiten Jahr etwas Eigenes aufziehen. Passenderweise bastele ich derzeit mal wieder an einer Unternehmensidee (das hatte ich mir für die – fast – klausurfreie Zeit im Herbst nämlich vorgenommen). Nicht, dass ich hier konkrete Ankündigungen machen wollte, aber ein eigenes Startup wäre doch theoretisch eine würdige Steigerung.
Im Grunde ist es wohl auch recht folgerichtig, dass ich immer wieder auf geschäftstüchtige Gedanken komme. Bei meinem ersten Flohmarktbesuch war ich ungefähr 9 oder 10; damals brachte mich mein Vater mit dem Fahrrad und einem Anhänger morgens um fünf in den Nachbarort. Dort verkaufte ich dann alleine auf dem Winzerfestflohmarkt Spielzeug und Micky Maus-Hefte. Ich war in der Nacht zuvor wohl aufgeregter als ein Geburtstagskind! Von da an kehrte ich alljährlich etwa an die gleiche Stelle zurück, bis zur Oberstufe mit Hilfe meines Vaters und immer mit unseren zwei Tapeziertischen. Neben Weihnachten und Geburtstag war das immer ein Höhepunkt meines (Geschäfts-)Jahres.
Eine Händlerkarriere ist daraus zwar nicht geworden. Wenn ich heute an eine Unternehmensgründung denke, dann geht es mir aber häufig genauso wie damals vor dem Flohmarkttag: Mein Herz schlägt schneller und meine Laune wird besser, ich werde geradezu euphorisch. Das geht soweit, dass ich kaum noch lernen kann. Damals in Schweden während meines Auslandsstudiums war es noch extremer. Tagelang konnte ich kaum einschlafen, weil ich mir die eigene Umsetzung der Geschäftsidee einer schwedischen Studentenfirma in den herrlichsten Farben ausmalte. Etwa ab März war das, und ich fühlte mich zur Untätigkeit verdammt, weil ich in Schweden saß, kein Startkapital hatte und noch Jahre bis zu meinem Abschluss zu studieren hatte (und noch heute habe).
Glück im Unglück, oder Unglück im Glück: Die Geschäftsidee war zwar einwandfrei, die Umsetzung bei Lichte betrachtet aber moralisch fragwürdig (es handelte sich um eine Personalvermittlung für Studenten mit Margen bis 50% und meistenteils Billigjobs). So hatte ich neben dem fehlenden Kapital noch einen weiteren Grund, lieber eine andere Idee zu verfolgen. Diese entwickle ich also gerade, mehr nach spontanen Eingebungen als nach einem System. Hier sehe ich so etwas wie eine Bestimmung für mich. Vielleicht wird es noch dauern, bis ich mich selbstständig mache, aber ich habe es fest vor.
Fürs erste werde ich im Oktober zum IdeaLab!2008 nach Vallendar fahren, wo Studenten der örtlichen WHU (dieses Blog berichtete) einen Gründerkongress veranstalten, zu dem ich als sdwler über unser Intranet noch heute morgen eingeladen wurde. Dank der sdw kenne ich jetzt übrigens sogar Leute in Kaiserslautern, die sich fürs Gründen interessieren. Ein gutes Umfeld, um schon im Studium zu Übungszwecken eine erste Firma aufzumachen, denke ich mir. Andere haben das schon in der Schule gemacht (bei JUNIOR) und so jemanden würde ich wirklich gerne in meinem Team haben – hallo M.A.
. Schau mer mal.
Wenn das einem mal nicht genug Schlagwörter sind, dann weiß ich auch nicht weiter…
Hört sich gut an!