Elternhasserbuch
Heute wage ich mal etwas ganz Gefährliches, ich zitiere ein etabliertes Medium. Mal sehen, ob ich jetzt irgendwelche Abmahnungen bekomme oder so. Der nachfolgende Text stammt aus den ZEIT-Leserbriefen, Thema Lehrerirgendwas:
Die Zeit ist reif für ein Elternhasserbuch. Hier ein Auszug:
Zunehmend versagt ihr bei der Erziehung, seid beratungsresistent bei der Schulwahl, parkt eure Kleinen vor den neuen Medien und erwartet dann noch von Lehrern, dass ihnen mit 30 Kindern gelingt, was ihr noch nicht mal mit einem schafft.
Ihr fordert individuelle Betreuung, Methodenfeuerwerk à la Klippert, bemüht jedoch bei Notengau unverzüglich Anwälte für Verwaltungsrecht, um Verletzungen des Gleichheitsprinzips nachzuweisen. Statt Sekundärtugenden zu vermitteln, lasst ihr Ritalin verschreiben. So wird aus eurem Versagen eine Krankheit und Verantwortung an andere delegiert. (…)
Glückwunsch, meinen Segen hast du!
Wozu jetzt nochmal…? Hab ich was gewonnen?
Galoppierende Demenz? Oder was?
Das hast du geschrieben: Mal sehen, ob ich jetzt irgendwelche Abmahnungen bekomme oder so.
Du bekommst von mir keine Abmahnung sondern ein Kompliment. Begriffen? Wegtreten!!
Aber man gratuliert doch nicht zu einer Abmahnung… also auf was für Ideen die ältere Generation kommt…
Dir müsste man sogar zu einer Abmahnung gratulieren. Sonst hättest du überhaupt kein positives Erlebnis mehr.
Das stimmt doch gar nicht. Mal schreibe ich was Positives, mal was Negatives, und mal zitiere ich einfach einen interessanten Leserbrief und weise darauf hin, dass man ja im Internet heutzutage gar nichts mehr darf, weil man sonst schnell eine Abmahnung bekommt.
Fang jetzt bloß nicht an zu weinen. Aber auch oder gerade für den Fall, dass du weinst, wünsche ich dir eine gute kommende Woche.
Amen.