Gremienwahlen kein Erfolg für LHG KL
Bei den gestrigen Wahlen zum Studentenparlament und Senat erfuhr unsere kleine Liberale Hochschulgruppe leider weder den erhofften Zuwachs an Sitzen, noch konnten wir unser Ergebnis halten: Im StuPa verloren wir einen Sitz, im Senat sind wir nicht mehr vertreten. Mit der “Hochschulgruppenliste” war in diesem Jahr eine sechste Liste bei der Stupa-Wahl vertreten (deren Kandidaten, sämtlich Vorstände der Gruppen, jeweils ihre eigene Mailingliste zur Werbung nutzen konnten), die sich auch noch ihren Anteil am knappen Wählerpotential sichern konnte. Das Ergebnis – so unpolitisch sicher recht einzigartig in Deutschland:
- Fachschaften: 8 Sitze
- Fachschaft Wiwi: 3 Sitze
- Liste für die Hochschulgruppen und -vereine: 2 Sitze
- Jusos: 2 Sitze
- LHG: 1 Sitz
- RCDS: 1 Sitz
Von den 17 Sitzen gingen damit nur 4 Sitze an politische Hochschulgruppen. Da im StuPa normalerweise ein gutes Verständnis von politischen Prozessen einfach erworben werden kann, ist es schade, dass den Mitgliedern dieser Gruppen an der TU KL diese Möglichkeit nur in geringem Umfang zur Verfügung steht. Die TU ist ohnehin schon ein karger Boden für den politischen Nachwuchs.
Ärgerlich ist die erneut schwache Wahlbeteiligung von 9,53% mit einer Quote ungültiger Stimmen von 8,31% der Wahlbeteiligung. Sowas nennt sich dann “Universität”. Und ich durfte mir hinterher anhören, dass man ja gar nichts aus dem StuPa erfahre. Von Leuten, die nie zu den Sitzungen kommen und weder die Websites der Gruppen lesen, noch die AStA-Zeitung. Innerlich ging da bei mir der Kopf an die Wand.
Sieht doch recht anders aus als bei uns:
“Sie haben es wieder geschafft. Wie im letzten Jahr wurden die Jusos mit 13 Sitzen stärkste Hochschulgruppe an der Uni Gießen. Die Gruppe UniGrün konnte ihr Ergebnis in Sitzen von 3 auf 6 verdoppeln. Ebenso konnte Brennpunkt Uni von 2 auf 4 Sitze sich stark verbessern. Der RCDS kommt auf 3, die Liberale Hochschulgruppe auf 2, die Demokratische Linke, die Liste N.I.C.H.T sowie die Grüne Alternative Linke je auf 1 Sitz.”
Tja, an den Jusos führt bei uns an der Uni eben kein Weg vorbei. Immerhin die Wahlbeteiligung gab, den Umständen entsprechend, Anlass zur Freude – ca. 28%, damit 3% über dem Koch-Limit. War aber auch wirklich ein Akt, man könnte ja meinen, an einer Universität gingen locker ein Viertel der Studis wählen, aber am letzten Tag pilgerten die Ausschussmitglieder noch in die versch. Vorlesungen (u.a. auch unsere “Grundzüge der Politikwissenschaft”), um die Anwesenden zur Wahl aufzurufen…