The Pirate Bay – Prozess in Stockholm

Zurzeit verantworten sich die Gründer des weltgrößten Bittorrent-Trackers The Pirate Bay vor Gericht in Stockholm. Aus diesem Anlass wurde auf der Startseite von The Pirate Bay dieser nette Cartoon veröffentlicht, eine Referenz auf den Film “Steal This Film”, der dem interessierten Neuling einen tiefen Einblick in die neuartige Kultur des Filesharing vermittelt, welche u. a. “Geistiges Eigentum” als solches ablehnt (und Alternativen aufzeigt). Einen Überblick über die aktuelle Ereignisse um TPB kann sich jeder per Google News selbst verschaffen. Wer übrigens die einseitige Berichterstattung auf Spiegel Online verfolgt hat, dem kann ich eine kritische Analyse dessen zur Lektüre empfehlen.

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Langmut statt Rachedurst

Was wäre eigentlich gewesen, wenn G. W. Bush nach dem 11. September nicht gesagt hätte: “Lasst uns alle Terroristen aus ihren Löchern ziehen und umbringen”, sondern wenn er gesagt hätte: “Es war ein trauriger Tag, aber nun lasst uns nach vorne blicken und nicht zurück. Lasst uns nicht durch das unchristliche Nachgeben gegenüber niedrigsten Racheinstinkten auf ein tieferes Niveau herabsinken, als es die Islamisten innehaben. Lasst uns durch Besonnenheit und Nachsicht ein Beispiel geben, was unsere westliche Kultur von der intoleranten und kriegerischen Mentalität der Angreifer abhebt”?

Interpretation: In dieser Krise hat sich gezeigt, wie weit die geistig-moralische Vorherrschaft der USA, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs auf ihrem Höhepunkt gewesen sein mag, verfallen ist. Sogar die Deutschen haben sich (ansatzweise) als bessere Weltbürger erwiesen als die Amerikaner. Mal sehen, ob da noch was zu retten sein wird für Super-Obama.

Neue Freunde!

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Oha, jetzt wirds schwierig. Möchte ich Dr. R. als Freund bestätigen? Ohne zu wissen, wer das sein soll, und mit einem dunklen Bild, auf dem man nichts erkennen kann? Wie soll ich es am besten ausdrücken … “Ihr Antrag wurde abschlägig beschieden.”

Liberal in Berlin

Von Freitag bis heute (Sonntag) lief in Berlin die Bundesmitgliederversammlung der Liberalen Hochschulgruppen. Wir aus Kaiserslautern waren dort zu viert, und stellten mit acht weiteren Mitgliedern aus RLP bestimmt den größten anwesenden Landesverband dar. Da wir etwas zu spät eintrafen, waren nur noch vorne Plätze frei – aber da sitze ich eigentlich auch am liebsten. Im Bild rechts das Sitzungspräsidium und links der neue Bundesvorstand, im Sitzungssaal der FDP-Bundesgeschäftsstelle im Thomas-Dehler-Haus zu Berlin. (Meine Digitalkamera…)

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Nachdem am ersten Abend die wichtigen Tagesordnungspunkte abgehandelt waren, konnte die Sitzung schon nach knapp vier Stunden um 23 Uhr unterbrochen werden. Gewisse Freundinnen litten da schon an Langeweile, aber mich kann so schnell nichts mehr schocken (verweise hier nur auf meine erste konstituierende Studentenparlamentssitzung vor einem Jahr).

Am zweiten Tag ging es dann mit der Gruppenvorstellung weiter. Jede Gruppe hatte fünf Minuten, also haben die meisten ca. 15 Minuten gesprochen. Dann kam noch ein richtiger Politiker von der FDP, das hat dann auch nochmal eine längere Weile gedauert, weil er unseren studiengebührenbezogenen Fragen so umfassend und ausweichend wie möglich begegnen wollte.

Nach dem Mittagessen verließen Anke und ich die Sitzung, um auf dem Ku’Damm einkaufen zu gehen. Da KaDeWe war herrlich, aber extrem voll, richtig bedrückend; der Rest der Stadt war nur überlaufen. Anke fand nicht nur Schuhe und Kleidung, sondern auch eine Filiale von Dunkin’ Donuts (die kennt man ja sonst nur aus US-Filmen!). Der Donut war lecker, aber der Laden etwas unsauber. Wen störts, Berlin und sauber assoziiert man ja ohnehin nicht, hehe.

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Am Samstagabend gingen wir meine Tante Judith und Onkel Philipp besuchen, die im Prenzlauer Berg wohnen (und statistisch/soziodemographisch/… für diesen ZEIT-Artikel Pate hätten stehen können). Es war total schön bei den beiden, aber leider zu kurz. Danach gingen wir noch in das LHG-Lokal des Abends, was aber nicht viel taugte. Der Rest ist schnell erzählt: Nachts geschlafen, morgens kurz die Sitzung aufgesucht, vorzeitig verlassen, bei Schneefall abgefahren und doch ohne Stau nach Kaiserslautern zurückgekehrt. Ein schöner Ausflug, kann man mal wieder machen!