Segelseminar

Heute Abend geht es los, ich fahre eine Woche zum Segeln! Nicht einfach Urlaub, sondern mehr: Am Fachbereich gibt es jedes Jahr ein Segelseminar, bei dem generell volkswirtschaftliche  Themen mit wechselndem Schwerpunkt behandelt werden. Mein Seminarthema, das ich mit einem Kommilitonen bearbeitete, lautet “Meeresbergrecht” und wir haben einen Abriss der Entwicklung des Seerechts daraus gemacht. Wer hat schon einmal vom Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen gehört? Niemand? Macht nichts, braucht man eh nur zu kennen, wenn man ein Staat ist. Allerdings kann ich jetzt ganz genau herunterbeten, was ein Staat in welcher Entfernung zu seiner Küste darf und was nicht. Das kann nützlich sein, wenn ich mal einen eigenen Staat habe.

Zu meinen Aufgaben gehört auch die Übernahme eines Korreferats zum Seminarbeitrag “Ökonomische Aspekte der Nordwestpassage” (welches der nördliche Seeweg um Kanada ist). Natürlich konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, wieder einmal auf die Haltlosigkeit der CO?-macht-die-Erde-heiß-These einzuschlagen. Ein interessanter Zeitschriftenartikel darüber ist hier zu finden.

Mannheim, du Perle

Gestern haben Anke und ich unsere erste gemeinsame Radtour gemacht. Der Plan war, sich vom Mannheimer Hauptbahnhof irgendwie nordwärts bis an eine rheinnahe Radroute durchzubeißen. Wie sich herausstellte, war das ein ziemlich schlechter Plan, obwohl ich sogar eine Google-Maps-Karte hatte. Wir brauchten ganze 2 Stunden, um aus Mannheim rauszukommen, weil wir uns dank meiner Kartenleserfähigkeiten und meiner intuitiven Orientierung (“aha, die Sonne steht rechts, also im Westen, dann fahren wir ja genau nordwärts, wunderbar” während wir ostwärts fuhren und die Sonne im Süden stand) nicht nur durch einige heruntergekommene Viertel arbeiteten, sondern (noch schöner) einmal der Länge nach von Käfertal bis Neckarstadt-West durch Mannheims Industriegebiet fahren mussten.

Danach wurde es dann zwar sehr schön, aber unsere Kondition erlaubte uns nur noch bis Lampertheim zu fahren, bevor wir mit dem Zug getrennt nach Hause fuhren. Wer sich das Abenteuer ansehen möchte: Google Maps mit genauer Route (Mannheim).

Hach, was geht uns doch noch gut hier

Kommen wir nun zum wahren Exzellenzwettbewerb: Denn es interessiert einen angehenden oder studierenden Studenten einen Dreck, wieviel Millionen sein Professor für einen Kaninchenbeschleuniger von irgendwem bekommen hat. Das macht aus Student und Uni mitnichten Elite.

Der Hochschulwettbewerb “Exzellente Lehre” ist es nämlich, der besagten Studenten also interessiert oder mindestens interessieren sollte, will er sich nicht unversehens als Saalwärmer betrachtet und behandelt sehen. Dieser geht nun in seine nächste Runde, und die TU KL und die TU Darmstadt sind beide noch im Rennen, unter zehnen! Hört ihr Leut, und lassts euch sagen: Wer Qualität will, sollte sich nicht zu weit nach Süden wagen. Tatsächlich kommt nach Lautern (also südlich) praktisch nichts mehr auf der Karte. Demnächst wird dann vielleicht mehr Schwäbisch und Bayerisch gesprochen in der Palz.

Wahlen, die keinen interessieren, nicht mal die Parteien

Fällt das außer mir eigentlich sonst noch jemandem auf, wie inhaltsleer, hohl und dumm die Wahlplakate zur Europa- (und Kommunal)wahl sind? Bei den Grünen geht es teils noch, aber der Rest ist wirklich für die Tonne. Wahrscheinlich war den Parteien das Geld für Inhalte zu schade. Oder sie wüssten gar nicht, was es da gäbe. Stattdessen muss ich mir immer die gleichen Fratzen ansehen, klasse.

Aktuelle Lage

Momentan scheine ich wieder etwas schreibfauler zu sein, ich hoffe meine Leser springen mir nicht alle ab!

Mein Debattierclub läuft dieses Semester wieder; dank unserem AStA (unterstützt gerne Hochschulgruppen finanziell) habe ich 15.000 Visitenkarten mit unserem Design drucken lassen können, die ich jetzt so nach und nach an die Teilnehmer ausgebe und in diversen Hörsälen auslege. Nach allem, was ich von meinem Kompagnon Nils höre, scheint meine PR (Visitenkarten + Mensaplakat + Rundmails an Stipendiaten- und Univerteiler) tatsächlich eine wachsende Bekanntheit von debatING. zu bewirken. Bemerkenswert ist, dass sich zu diesem Semester wieder einmal die Teilnehmer größtenteils ausgetauscht haben. Unser eigener Verteiler hat inzwischen 57 Abonnenten, aber von denen sehen wir eben nicht sehr viel. Wir warten immer noch darauf, die kritische Masse für einen dauerhaften Bestand des Clubs zu erreichen.

In der LHG bin ich am letzten Wochenende wieder zum Landesschatzmeister gewählt worden. Es ist ein fantastisch einfaches Amt, es besteht aus der Verwaltung eines Zettels mit der Kasse, die derzeit 1,33€ beinhält. Die letzte Spende kam von mir, Zinsersatz für das letzte Jahr in Höhe von 2 Cent. Außerdem wurden im Januar 5 Cent Bestechungsgeld an den ehemaligen Vorsitzenden für die Nennung des Namens des derzeitigen Vorsitzenden in einer Rede gezahlt.

Die Wahlen zum LHG-RLP-Vorstand waren am Samstag; am Freitag war ich außerdem mit vielen Mainzer und Trierer LHGlern im Mainzer Landtag bei der FDP-Fraktion. Man wollte mit uns über die Lage an den Hochschulen und unsere Meinung zur Novelle des Landeshochschulgesetzes sprechen. Dabei konnte ich praktischerweise auf ein Dokument aus dem StuPa zurückgreifen, das von unserem rührigen Hochschulpolitikreferenten Jan verfasst worden war. Jan war also quasi mein Referent dafür, hehe.

Den Rest des Wochenendes verbrachte ich bei meiner Freundin Anke in Frankfurt, die dort ein Praktikum in einer großen Bank macht. Frankfurt ist unser beider Ziel für die Zeit nach dem Studium, und sie wollte dort schon einmal nach dem Rechten sehen. Jetzt sehen wir uns daher leider nur noch am WE.

Studiumstechnisch hat die Arbeit für mich schon angefangen; bei neun geplanten Prüfungen im Sommer dachte ich mir, ich sollte vielleicht doch gleich von Anfang an mit dem Stoff auf dem Laufenden bleiben. Aber eigentlich kommt mir doch ständig was dazwischen, wie immer.

ePetition gegen Netzsperren

Wie ich eben via Gulli-Forum erfahre, gibt es ein Onlineportal des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages und darin eine ePetition gegen die Netzsperren der lieben Zensursula. Der ursprüngliche Artikel fand sich auf netzpolitik.org. Im Namen der Demokratie und des freien Internet: Beteiligt euch auch!