Allergiker

Seit einem Dreivierteljahr quäle ich mich jetzt mit einem allmorgendlichen “Schnupfen”, außerdem juckt mein Gaumen. Tagsüber niese ich immer wieder. Ist es eine Allergie? Ist es eine Reaktion auf das Abetzen meines Nasensprays? Habe ich es einfach so, ohne Grund? Ich weiß es nicht, Decke waschen und ein neues Kopfkissen (Milben!) hatten keinen Effekt.

Jedenfalls wage ich mit dem heutigen Tag einen todesmutigen Schritt. Anstatt mein Frühstücksmüsli nur mit Apfelstückchen zu essen, steige ich auf kalte Milch um. Wenn es die tägliche Ration Apfel war, gegen die ich neuerdings allergisch wäre, dann hört es hoffentlich bald auf. Hoffentlich bin ich aber nicht gegen Müsli selbst allergisch… frühstücken macht mir ohnehin schon keinen Spaß. An den meisten Tagen ist das Mensaangebot aber so abstoßend (esse nur Frühstück oder Mittagessen), dass ich bisher lieber in den sauren Apfel gebissen habe (welch Wortspiel!). Täglich Marmeladenbrot zum Frühstück would kill me. Dann lieber intravenöse Nahrung.

Technotag (utz, utz, utz)

Vor zwei Wochen fragte mich ein Fachschafter von den Elektrotechnikern, ob ich nicht bei ihrem Radioprogramm für den Technotag mitarbeiten wolle (da ich ja gerne reden würde, ich mache ja auch debatING. usw.). An diesem Tag, der heute lief, werden Schüler aus der näheren und weiteren Umgebung quasi auf ein Studium an der TU eingestimmt. Es gibt Workshops, in denen man von der mathematischen Simulation bis zur Drehbank alles kennenlernen kann, was die Arbeitskreise hergeben. Der Radiosender läuft parallel, wird paradoxerweise aber nicht auf dem Campus gespielt (zumindest dieses Mal), sondern auf 87,6 im Raum Kaiserslautern ausgestrahlt.

Da ich gerne mal etwas ganz Neues ausprobiere, sagte ich sofort zu und entwarf ad hoc ein Konzept für eine Sendung, nämlich Interviews mit Schülern am Technotag über den Technotag (wahnsinnig kreativ, gell?). Heute morgen um 8.00 fuhr ich dann an die Uni und zog mit einem mp3-Recorder über den Campus zum Audimax, wo schon die ersten Schüler quasi auf mich warteten (Interview). Nach ein paar Stunden und einigen Standortwechseln, auch in eine Halle der Maschinenbauer (noch ein Interview) hatte ich dann bei weitem genug Material zusammen und machte mich auf zum Sender.

Dort gab es allerdings nur einen alten Linux-Laptop, um den Schnitt zu machen. Kurz vor knapp wurden wir dann mit dem ersten Teil der Sendung fertig und nutzten die Sendezeit dessen für den Rest. Leider konnte ich die Sendung nicht selbst hören, aber die Interviews kannte ich ja schon und die Lieder hatte ich auch alle aus meinen All-Time-Favourites ausgewählt. Die Produktion und Sendung meiner ersten Radiosendung lief also insgesamt recht flüssig ab. Gelernt bzw. erfahren habe ich dabei praktischerweise, dass ich ein okay-also-Problem habe. Andere sagen permanent “äh”, ich sage eben “Okay. Also…”! Darauf kann ich ja mal achten, wenn ich später wieder ein Mikro in der Hand habe.

Erste Elefantenrunde an der TU KL

Heute Abend gab es an der Uni die erste Elefantenrunde à la Christiansen! Wir politischen Hochschulgruppen hatten uns dazu zusammengetan, um eine gemeinsame Aktion auf die Beine zu stellen. Anders als an vielen anderen Hochschulen klappte die Kooperation ganz wunderbar, wie man es unserer pragmatischen Generation ja eigentlich auch nachsagt (so schrub es auch der FAZ-Hochschulanzeiger über junge MdBs).

Unter Moderation der Juniorprofessorin für Gesellschaftsrecht trafen dabei jeweils ein Vertreter der vier großen Parteien zusammen (falls das zu unklar sein sollte: die Linkspartei war nicht dabei). Die Moderation war wirklich gut, eben fast wie Christiansen. Insgesamt gab es etwa je eine Stunde Diskussion (Bolognaprozess, Bildungsfinanzierung, Generationengerechtigkeit) und eine Stunde Fragen aus dem Publikum, wobei natürlich der obligatorische schräge Vogel (“Demokratie ist Diktatur des Kapitals!” oder so ähnlich) nicht fehlen durfte. Gekommen waren ansonsten (einschließlich der späten und noch späteren Nachzügler) etwa 80 Besucher, was für einen schwimmbadtauglichen Nachmittag ein sehr gutes Ergebnis war.