Technotag (utz, utz, utz)

Vor zwei Wochen fragte mich ein Fachschafter von den Elektrotechnikern, ob ich nicht bei ihrem Radioprogramm für den Technotag mitarbeiten wolle (da ich ja gerne reden würde, ich mache ja auch debatING. usw.). An diesem Tag, der heute lief, werden Schüler aus der näheren und weiteren Umgebung quasi auf ein Studium an der TU eingestimmt. Es gibt Workshops, in denen man von der mathematischen Simulation bis zur Drehbank alles kennenlernen kann, was die Arbeitskreise hergeben. Der Radiosender läuft parallel, wird paradoxerweise aber nicht auf dem Campus gespielt (zumindest dieses Mal), sondern auf 87,6 im Raum Kaiserslautern ausgestrahlt.

Da ich gerne mal etwas ganz Neues ausprobiere, sagte ich sofort zu und entwarf ad hoc ein Konzept für eine Sendung, nämlich Interviews mit Schülern am Technotag über den Technotag (wahnsinnig kreativ, gell?). Heute morgen um 8.00 fuhr ich dann an die Uni und zog mit einem mp3-Recorder über den Campus zum Audimax, wo schon die ersten Schüler quasi auf mich warteten (Interview). Nach ein paar Stunden und einigen Standortwechseln, auch in eine Halle der Maschinenbauer (noch ein Interview) hatte ich dann bei weitem genug Material zusammen und machte mich auf zum Sender.

Dort gab es allerdings nur einen alten Linux-Laptop, um den Schnitt zu machen. Kurz vor knapp wurden wir dann mit dem ersten Teil der Sendung fertig und nutzten die Sendezeit dessen für den Rest. Leider konnte ich die Sendung nicht selbst hören, aber die Interviews kannte ich ja schon und die Lieder hatte ich auch alle aus meinen All-Time-Favourites ausgewählt. Die Produktion und Sendung meiner ersten Radiosendung lief also insgesamt recht flüssig ab. Gelernt bzw. erfahren habe ich dabei praktischerweise, dass ich ein okay-also-Problem habe. Andere sagen permanent “äh”, ich sage eben “Okay. Also…”! Darauf kann ich ja mal achten, wenn ich später wieder ein Mikro in der Hand habe.

Bislang 4 Kommentare

  1. Julian 10. Juli 2009 23:52

    Ich sage ständig, “also in Prinzip” und “beispielsweise”, wenn ich was erkläre … manchmal direkt aufeinanderfolgend Ganz schlimm:

    “Also in Prinzip ist das so, dass da in Prinzip Idealismus und Materialismus aufeinandertreffen – Durkheim beispielsweise, bei dem ist das in Prinzip so, dass auf der ideelen Seite die Institutionen, also die Handlungsregeln stehen, und auf der materiellen Seite das Verhalten, das ja dann körperlicher Natur ist.”

  2. Manuel 12. Juli 2009 21:27

    Ich glaube, ein “jaaaaaa… genau” wäre jetzt opportun.

  3. Julian 12. Juli 2009 23:54

    Ich geh dann mal Hölderlin lesen…

  4. Lena 31. Juli 2009 17:38

    Find ich richtig gut, dass du sowas machst! Ich müsste mich da glaub ich ganz schön überwinden, dabei geh ich ja evtl. sogar “in Richtung Medien”, und du hast damit doch nicht viel am Hut… Also, Daumen hoch! Klingst auch nicht mal wirklich nervös oder so – das mit dme “Okay, also…” fiel doch kaum auf ;)

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