Kreativität dank Urlaub!

In der vergangenen Woche war ich seit langem einmal wieder mit meinen Eltern in Holland. Es war gutes Wetter für Nordsee-Verhältnisse, und wir machten jeden Tag eine kleine Radtour über eine Hälfte unserer Insel Terschelling. Nachmittags konnte ich mich dann wunderbar aufs Sofa legen und mir Namen für mein nächstes Unternehmensprojekt ausdenken.

Es hilft dabei sehr, habe ich festgestellt, wenn man sich Motti überlegt, die zu den Bedürfnissen der Kunden passen (z. B. Flexibilität oder Hilfsbereitschaft). Davon ausgehend kann man dann ganz frei Begriffe und Wörter im Geiste jonglieren, bis man auf brauchbare Namen kommt. Das ist doch viel zielführender, als nur blind irgendwelche wohlig-klingenden Vokale und gelegentliche Konsonanten zusammenzuwürfeln. Dennoch werden viele Startups nach diesem System benannt. Amiando, Jimdo, Hulu oder irgendein anderes Babygebrabbel klingen bestenfalls mäßig intelligent, und die Namen bieten keine Verknüpfung mit dem Zweck des Unternehmens. Viel geistreicher, aber schwer zu ersinnen, sind Namen wie CampFire für eine Gruppen-Chat-Anwendung. Hoffentlich denken die Leute das Gleiche mal von meinen Firmennamen…

Bislang 4 Kommentare

  1. Julian 11. Juni 2010 12:05

    Seit ich denken kann stelle ich mir dir Frage – inwieweit generiert ein Wort die Interpretation seines Lautes selbst, beziehungsweise wie groß ist der Stellenwert unreflektiert implizierter subjektiver Einstellungen und Meinungen, die bereits gegenüber dem Benannten existieren?
    Sprich – wer war zuerst da, der “gute Markenname” oder der gute Ruf der Firma?
    Ich denke, selbst wenn du nie einen guten Namen findest – du hast die Chance, diesen Nachteil durch gute Leistung am Markt wett zu machen. Schau’ dir bing an – Microsoft hat schätzungsweise das halbe Bruttoinlandsprodukt von Somalia in die Entwicklung des Markenauftritts gesteckt. Ergebnis: totaler Bockmist! Dagegen LIDL – hat der Gründer damals für ‘nen Appel und ‘n Ei vom Rechteinhaber übernommen und einen absoluten Coup gelandet. Und welcher Name ist jetzt gut, welcher schlecht? Siehste, kann man nämlich gar nicht sagen. Es gibt nur ein Patentrezept: Nimm’ einen Namen, der bei google noch nicht viele Treffer hat. :D

  2. Julian 11. Juni 2010 12:06

    Gerade hatte ich einen tollen Einfall – wie wäre es mit “Masefr”? Wie ich drauf gekommen bin? Geheimnis!

  3. Manuel 11. Juni 2010 21:59

    Boah ey Julian, mit deinen paar Semestern kann ich dir in verklausulierungstechnischer Hinsicht echt nicht mehr das Wasser reichen, cool :)

    In der Sache hast du Recht, irgendwann ersetzt man die vordergründige Bedeutung des Begriffs mit dem Inhalt des Leistungsempfindens oder -versprechens, wie zum Beispiel bei Apple. Er hätte es auch Birne oder Ananas nennen können, völlig Banane! Wir denken nicht an Obst, wenn wir den Markenbegriff lesen.

    Aber bis es soweit ist, sollte es doch zumindest kein völlig unbrauchbarer Begriff sein, sonst arbeitet man sich so daran ab, falsche Bilder in den Kundenköpfen zu tilgen!

    Masefr… naja. Meine Assoziation ist Masern, soll das so sein?

  4. Julian 16. Juni 2010 20:33

    MAnuelSEbastianFRitsch. Ha.Ha. Ich sach nur Marshall Mathers –> MandM –> Eminem. Oder Adolf Dassler. Adi Dassler. AdiDas…

    “Er hätte es auch Birne oder Ananas nennen können, völlig Banane!” <– I lol'd.

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